Landkarte Neumark – mittlerer Teil, Land Sternberg und Warthebruch

Landkarte im Maßstab 1:100.000

Die Karte “Neumark – mittlerer Teil” stellt die Landschaft östlich der Oder zwischen Frankfurt (Oder) und Bentschen/Zbąszyń bzw. Küstrin/Kostrzyn und Landsberg Warthe/Gorzów Wielkopolski dar. Unter Neumark versteht man den Teil des historischen Brandenburg, der 1945 an Polen gekommen ist.

Diese nahe Berlins gelegene Landschaft ist aufgrund ihrer hübschen Städte und Dörfer – und ihrer vielen Wälder, Seen und Flüsse eine wunderbare Ausflugs- und Urlaubsgegend, die mit dieser und 2 weiteren detaillierten BLOCHPLAN-Landkarten entdeckt werden kann.

Im Bereich der Karte findet man historische Städte wie das “märkische Pompei” Küstrin, die Woiwodschaftshauptsadt Landsberg/Gorzów, das hübsche Meseritz oder Sonnenburg/Słonsk mit seiner imposanten Johanniterschlossruine.

Weite Wälder laden zum Wandern und Pilzesammeln, weite Flussauen zur Vogelbeobachtung ein. Das martialische Bauwerk des “Ostwalls/Oder-Warthe-Bogen” zeugt von dunklen Jahren der Geschichte und dient heute Tausenden von Fledermäusen als Wohnstätte.

Die Neumark in den Grenzen von 1815 ist nicht deckungsgleich mit der polnischen Region „Ziemia Lubuska“ (Lebuser Land). Dieser Name bezieht sich auf das von 1124/1125 bis 1555 existierende und bis 1249 unter Oberhoheit des polnischen Königs stehende Bistum, dessen Sitz ursprünglich im westlich der Oder gelegenen Lebus war.

Heute wird als „Ziemia Lubuska“ die gesamte Woiwodschaft Lubuskie bezeichnet, die allerdings auch Gebiete umfasst, die bis 1920 zur preußischen Provinz Posen (1920-45 “Grenzmark Posen”) gehörten, während der Nordteil der historischen Neumark heute zur Woiwodschaft Westpommern (Zachodniopomorskie) gehört.

Ähnlich wie das Oderbruch wurden auch das benachbarte Warthebruch sowie das oberhalb gelegene Netzebruch im 18. Jahrhundert weitgehend trockengelegt und neu besiedelt. Die Neusiedler wollten womöglich eigentlich weiter weg. Da sie nur bis in die Neumark gekommen waren, nannten sie wenigstens ihre Orte exotisch: z.B.: Charlestown, New York, Yorkstown, Sumatra, Florida, Hampshire, Havanna, Ceylon oder Pensylvanien. Heute heißt nur noch “Malta” auf Polnisch genauso – der Name gilt aber auch für Mannheim und Quebeck.

Wer Orte wie “Hoffnung” oder “Freude” sucht wird hier fündig, auch wenn heute “Freude” genauso wie das benachbarte “Pechlüge” verschwunden ist. Aber wenigstens ein Teil von “Hoffnung” heißt heute immer noch so (Nadziejewki).

Als “Land Sternberg” bzw. Sternberger Land wurde nach 1300 ein hügeliges und waldreiches Gebiet genannt, das dann später verwaltungstechnisch der Neumark angeschlossen wurde. Die namensgebende Kleinstadt Sternberg/Torzym erlangte nie besondere Bedeutung und ist auch heute eher beschaulich. Größere Bedeutung hatten die Nachbarstädte Drossen/Osno und Zielenzig/Sulęсin. Besonders malerisch ist Lagow/Łagów mit seinen 2 Stadttoren und der Johanniterburg.

In der Landkarte sind alle Orte und Wohnplätze aus der Zeit vor 1945 dargestellt. Viele sehr kleine Wohnplätze sind nach 1945 nicht wieder besiedelt worden bzw. seitdem aufgegeben worden und dennoch verzeichnet. Wenn Orte im Zuge der Nationalisierungswelle der 1930er Jahre neue (“deutscher klingendere“) Namen erhielten, sind diese in Klammern aufgeführt.

 

Im sowohl für Autofahrer, als auch für andere touristisch Interessierte gut lesbaren Maßstab 1:100.000 werden detailliert alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, alle Fern- und Landstraßen sowie die wichtigsten Stadtstraßen, dazu intakte, stillgelegte sowie abgebaute Eisenbahnstrecken und zur besseren Orientierung geschichtlich interessierter Nutzer neben den aktuellen auch die wichtigsten historischen Verwaltungs- und Staatsgrenzen des 20. Jahrhunderts gezeigt.

Auf der Rückseite enthält die Karte ausführliche Ortsverzeichnisse in Deutsch-Polnisch, und Polnisch-Deutsch.

Mit der Darstellung ALLER Ortschaften und Wohnplätze (auch der verschwundenen) und deren Bezeichnung in Polnisch und Deutsch ist diese Karte gute Grundlage für die Reise dorthin aber auch für historische Forschungen.

Karte 84 x 60 cm | gefalzt 12 x 21 cm | 1. Auflage 2021 | ISBN 9783982296913

9,95 

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